Gesundheitsvorsorge im Alter

Körperliche Aktivitäten im Alter

Körperliche Aktivitäten im Alter

Der Alterungsprozess macht vor niemandem halt. Wir können ihn aber durch unser Verhalten merklich beeinflussen, auch dann noch, wenn wir die zweite Lebenshälfte erreicht haben oder das Rentnerdasein anvisieren. Zahlreiche Studien haben beispielsweise gezeigt, dass aktive Menschen deutlich langsamer altern. Wichtig ist, dass dabei sowohl Körper als auch Geist gefordert werden.

Wer rastet, der rostet – das ist auch, oder gerade im Alter der Fall. Wer mit über 60 noch Sport treibt, hat gute Chancen, gesund zu altern. Und selbst wer dann erst mit dem Fitnesstraining beginnt, kann noch eine Menge für sein Wohlbefinden tun.

Regelmäßiger, altersgemäß betriebener Sport

  • wirkt Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck entgegen
  • aktiviert das Herz-Kreislauf-System und beeinflusst den Stoffwechsel positiv
  • trägt zur Vermeidung von Osteoporose bei, weil sich der Mineralgehalt in den Knochen erhöht
  • fördert die Stabilisierung des Halte- und Bewegungsapparates
  • vermindert die Sturzgefahr, weil Koordinations- und Reaktionsfähigkeit verbessert werden, so dass auch kompliziertere Bewegungsabläufe leichter gemeistert werden
  • beeinflusst die Psyche positiv, weil dann mehr Endorphine ausgeschüttet werden
  • hilft beim Abbau von Stress

Angesichts all dieser positiven Auswirkungen sollte aber nun niemand seine sportlichen Aktivitäten von Null auf Hundert schrauben, denn das kann sich bei Sport durchaus auch negativ auswirken. Man beginnt am besten mit Übungen, die dem momentanen Trainingsstand entsprechen. Dabei hat sich eine Kombination aus gezielten Kraftübungen und leichtem Ausdauertraining bewährt.

Wir unterstützen Sie gern dabei, Ihr ganz persönliches Sportprogramm  zusammenzustellen. Wenn Sie schon länger überhaupt keinen Sport gemacht haben, sollten Sie zunächst mit Ihrem Arzt sprechen. Auch eine sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung kann sinnvoll sein, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

Wenn Sport schon immer ein Bestandteil Ihres Alltags war und Sie jetzt gern mal wieder in einer Gruppe aktiv würden oder etwas Neues ausprobieren möchten, finden Sie bestimmt etwas Passendes in der Kursdatenbank der BKK RWE. Das Angebot reicht von Aquafitness über Lauftraining bis hin zur Rückenschule oder Yoga. Als Mitglied der BKK RWE können Sie jedes Jahr zwei Gesundheitskurse belegen und erhalten bei regelmäßiger Teilnahme die vollen erstattungsfähigen Kosten zurück - und das insgesamt jährlich bis zu 320 €. Oder Sie nutzen eine unserer Aktivwochen: Entspannung, Bewegung, Ernährung und anerkannte medizinische Anwendungen, mit besonderen Programmen für Menschen ab 60: Best Ager extra. Mehr...

Geistig fit bleiben

Geistig fit bleiben

Geistig fit zu bleiben ist im Alter ebenso wichtig wie körperliche Fitness. Verschiedene Studien belegen, dass regelmäßiges Lesen, Kartenspielen, das Lösen von Kreuzworträtseln oder das Spielen eines Musikinstrumentes maßgeblich zur geistigen Fitness beitragen und das Demenzrisiko wesentlich reduzieren.

„Gehirnjogging“ und andere gezielte Trainingsprogramme mit Denkaufgaben können zusätzlich helfen, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Im Internet finden Sie eine Reihe von Übungen, mit denen Sie Ihr Gedächtnis online trainieren können. Und die Recherche nach entsprechenden Internet-Sites ist sicherlich ebenfalls eine gute Übung fürs Gehirn.

Aber auch einfache Aufgaben wie das Auswendiglernen einer Einkaufsliste, Kopfrechnen, schnelles Lesen oder Silbenzählen bewirken eine geistige Aktivierung und gewährleisten damit einen Schutz. Das Nachkochen von Rezepten, das Versorgen eines Haustieres oder die Kommunikation mit anderen trainieren das Gehirn ebenfalls.

Und: Je langfristiger und regelmäßiger es betrieben wird und je frühzeitiger man damit beginnt, desto mehr hilft es.

Soziales Engagement im Alter

Soziales Engagement im Alter

Senioren können und wissen vieles, und einige von ihnen möchten auch nach ihrer Erwerbstätigkeit ihr Wissen gern weiterhin mit anderen teilen. Ein Ehrenamt ist eine sehr gute Möglichkeit, dies zu tun. Davon profitieren zum einen gemeinnützige Einrichtungen, die ohne „Ehrenamtliche“ vieles nicht leisten könnten. Zum anderen übernimmt eine ehrenamtliche Tätigkeit oft eine wichtige Funktion im Alltag von Senioren: Sie fühlen sich weiterhin gebraucht und so manches Mal auch weniger einsam.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Man kann beispielweise

  • mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ihnen im Kindergarten vorlesen, sie bei den Hausaufgaben betreuen oder ihnen Nachhilfeunterricht geben
  • anderen helfen, die gesundheitliche Probleme haben, mit ihnen spazieren gehen oder etwas spielen, z. B. in der Nachbarschaft oder in einem Altenheim
  • Tierheime unterstützen, z. B. beim Gassi gehen mit Hunden, oder auch beim Säubern von Käfigen.
  • in der Wirtschaft aktiv werden bei einem Projekt, das das Ziel hat, das Wissen und die Erfahrung der älteren Generation für die jüngere nutzbar zu machen und so für die Zukunft zu erhalten.

Bevor man sich für ein Ehrenamt entscheidet, sollte man sich aber auch überlegen, wie viel Zeit man dafür investieren möchte – davon kann ganz entscheidend abhängen, welche Tätigkeit überhaupt in Frage kommt.

Wer sich ernsthaft engagieren möchte, kann sich über die verschiedenen Möglichkeiten bei einer Freiwilligenagentur oder einer Ehrenamtsbörse informieren, die es mittlerweile in vielen Städten gibt, oder aber bei der Caritas.

Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorgeuntersuchungen

„Vorbeugen ist besser als Heilen“ heißt es so schön – und wie bei so mancher Redensart steckt auch hierin ein gutes Stück Wahrheit. Und weil uns Ihre Gesundheit am Herzen liegt, bieten wir Ihnen eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen, mit denen eine Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt werden kann. Neben den allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen erstattet die  BKK RWE noch weitere Untersuchungen. Dieses Angebot gilt exklusiv für unsere Mitglieder.

Allgemeine Vorsorgeuntersuchungen

Für Frauen und Männer:

  • Gesundheits-Check-up (allgemeine Gesundheitsuntersuchung): Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Zuckerkrankheit, ab 35 Jahren alle zwei Jahre
  • Früherkennung von Hautkrebs (Hautkrebs-Screening): ab 35 Jahren alle zwei Jahre, im Zusammenhang mit dem Gesundheits-Check-up
  • Früherkennung von Darmkrebs (Dickdarm- und Rektumuntersuchung): ab 50 Jahren einmal im Jahr; ab 55 Jahren zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren

Für Frauen:

Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs: ab 20 Jahren einmal im Jahr

Früherkennung von Brustkrebs (Brustuntersuchung, in Verbindung mit einer Untersuchung der entsprechenden Hautregion): ab 30 Jahren einmal im Jahr

Mammografie-Screening: von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre

Extra-Brustkrebsvorsorge für unsere Versicherten

Für Männer:

Früherkennung von Prostatakrebs (Prostatauntersuchung, Genitaluntersuchung, in Verbindung mit einer Untersuchung der entsprechenden Hautregion): ab 45 Jahren einmal im Jahr

Regelmäßige Vorsorge und Früherkennung sind wichtig – doch leider werden diese Vorsorgeuntersuchungen nicht in ausreichendem Maße wahrgenommen. Viele Krankheiten können aber gut behandelt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.