Herausforderung Demenz

Erst vergisst man Termine, dann verlegt man Schlüssel und Geldbeutel. Schließlich stellen sich immer mehr Gedächtnislücken ein, und irgendwann baut auch der Körper mehr und mehr ab. In unserer immer älter werdenden Gesellschaft sind immer mehr Menschen von Demenz betroffen.

Laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft gibt es derzeit rund 1,5 Millionen Demenzkranke in Deutschland, von denen etwa zwei Drittel von Angehörigen zu Hause gepflegt werden. Und das ist eine mehr als herausfordernde Situation, für die Betroffenen ebenso wie für die Angehörigen und Pfleger. Mit mehr Kenntnis über dementielle Erkrankungen und einer einfühlsamen Kommunikation fällt das Zusammenleben leichter.

Viele Demenzkranke sind – zumindest im Anfangsstadium – körperlich noch fit, brauchen aber trotzdem intensive Betreuung, ohne die sie ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können. Mit der Einführung von fünf Pflegegraden ist nun möglich, die dafür erforderliche Pflege differenzierter zu erfassen.

Die Einstufung in einen Pflegegrad orientiert sich an den noch vorhandenen Fähigkeiten des Menschen. Der Maßstab für die Beurteilung ist nunmehr der Grad der Selbständigkeit. Außerdem werden bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst weitere Aspekt wie die kommunikativen Fähigkeiten, die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte einbezogen.

Wer sich entscheidet, einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu pflegen, stellt sich einer großen Herausforderung. Das Bundesministerium für Gesundheit hat dazu hilfreiche Informationen in einer Broschüre zusammengestellt. Dieser „Ratgeber Demenz“ kann hier bestellt werden.

Weitere Informationen über die „Herausforderung Demenz“ finden Sie auch unter

www.wegweiser-demenz.de
www.deutsche-alzheimer.de
www.dsl-alzheimer.de