Hintergrund

Das Thema Pflege hat fast jeden schon einmal beschäftigt. Wer unmittelbar davon betroffen ist – ob als Pflegebedürftiger als Angehöriger –, hat viele Fragen zu klären: Was muss organisiert und beantragt werden, um Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten? Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es? Wie lassen sich Familie, Beruf und Pflege miteinander vereinbaren? Welche Angebote zur zeitweisen Entlastung gibt es?

Antworten auf diese Fragen finden Sie hier. Wir unterstützen Sie bei Ihrer anspruchsvollen Aufgabe und haben dazu umfassende Informationen rund um das Thema Pflege zusammengestellt - von der Antragstellung über Pflegegrade bis hin zu Pflegetipps, Formulardownload, Links und Möglichkeiten zur Entlastung pflegender Angehöriger.

Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt, um Versicherte gegen die erheblichen finanziellen Risiken im Falle der Pflegebedürftigkeit abzusichern. Der Beitragssatz liegt ab dem 1.1.2017 bei 2,55 Prozent bzw. bei 2,8 Prozent für Kinderlose. Für Ehegatten und Kinder der Versicherten besteht wie bei der Krankenversicherung eine kostenfreie Familienversicherung.

Die einzelnen Pflegekassen sind den Krankenkassen angegliedert, d. h. alle Mitglieder der BKK RWE sind automatisch auch in unserer Pflegekasse versichert.

Um Leistungen aus der Pflegekasse zu erhalten, muss sowohl bei häuslicher als auch bei vollstationärer Pflege zunächst eine Vorversicherungszeit von zwei Jahren innerhalb der letzten zehn Jahre erfüllt sein.

Ist diese Voraussetzung erfüllt, wird ein Pflegeantrag gestellt. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) prüft dann, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welcher Pflegegrad vorliegt.

Die Leistungen der Pflegeversicherung bemessen sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Die entsprechende Beurteilung wird durch den MDK vorgenommen. Danach erfolgt eine Zuordnung zu einem Pflegegrad, bei dem – anders als bisher – nicht nur körperliche, sondern auch geistige und psychische Beeinträchtigungen gleichermaßen berücksichtigt werden. Neu ab 2017 ist auch, dass sich die Pflegebedürftigkeit nicht mehr an einem in Minuten gemessenen Hilfebedarf orientiert, sondern am Grad der Selbstständigkeit eines Menschen und daran, wie sehr er auf die personelle Unterstützung durch andere angewiesen ist.