Kurzzeit-und Verhinderungspflege

Kurzzeit-und Verhinderungspflege sind zwei unterschiedliche Pflegeformen, die im Grundsatz aber für den gleichen Zweck konzipiert sind: Beides sind Maßnahmen, die den Ausfall der Pflegeperson für einen bestimmten Zeitraum überbrücken. Während die Kurzzeitpflege stationär erfolgt, wird die Verhinderungspflege von einem ambulanten Pflegedienst oder einer anderen Person übernommen.

Eine Kurzzeitpflege, d. h. ein vorübergehender Heimaufenthalt kann z. B. erforderlich sein, wenn

  • die Wohnung des Pflegebedürftigen nach einem Aufenthalt im Krankenhaus oder einer Reha-Klinik noch pflegegerecht umgebaut oder mit Hilfsmitteln ausgestattet werden muss
  • der Zustand des Pflegebedürftigen sich vorübergehend verschlimmert
  • die Pflegeperson plötzlich ausfällt und es keinen Ersatz gibt

In solchen Ausnahmesituationen greift die Kurzzeitpflege.

Im Unterschied zur Kurzzeitpflege ist die Verhinderungspflege eine häusliche, also keine stationäre Pflege. Sie greift, wenn die pflegende Person vorübergehend nicht pflegen kann, etwa wegen einer Urlaubsreise oder auch wegen einer Krankheit. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Pflegebedürftige bis zum Zeitpunkt der Verhinderung mindestens sechs Monate in der häuslichen Umgebung gepflegt wurde.

Übrigens: Die Pflegeperson muss nicht den ganzen Tag an der Pflege gehindert sein. Schon bei kurzen Unterbrechungen – wenn die Pflegeperson selbst zum Arzt muss oder sich für einige Stunden entspannen möchte - springt die BKK RWE Pflegekasse mit Leistungen der Verhinderungspflege ein.