Medikamente

Medikamente können nur wirken, wenn sie korrekt eingenommen werden. Das ist für ältere und pflegebedürftige Menschen nicht immer einfach. Daher ist es wichtig, sie bei der richtigen Einnahme zu unterstützen, damit die Medikamente ihre Wirkung auch voll entfalten können.

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick aller Medikamente, die der Pflegebedürftige einnimmt, sowohl der frei verkäuflichen als auch der verschreibungspflichtigen. Denn oft vertragen sich Substanzen nicht miteinander. Mineralstoffpräparate können z. B. Antibiotika oder Präparate gegen Osteoporose unwirksam machen. Lesen Sie daher die Beipackzettel aufmerksam und fragen Sie bei Unklarheiten - insbesondere bei etwaigen Wechselwirkungen - den Arzt oder Apotheker.

Auch die Experten der BKK RWE Arzneimittelberatung helfen unseren Versicherten gern weiter.

Wenn Pflegebedürftige mehrere Präparate gleichzeitig einnehmen, ist es sinnvoll, sie in einer Medikamentenbox vorzusortieren, wie man das aus dem Krankenhaus kennt. So können sowohl Sie als auch der Pflegebedürftige sicher sein, die richtige Tablette zur richtigen Tageszeit zu nehmen. Sind Tabletten allerdings feuchtigkeits- oder lichtempfindlich, sollten sie in der Originalverpackung bleiben.

Ob ein Medikament vor, während oder nach dem Essen eingenommen werden soll, hängt vom Wirkstoff ab. Sofern eine Einnahme einmal vergessen wurde, lesen Sie im Beipackzettel nach, wie Sie vorgehen sollten. Im Zweifelsfall rufen Sie den Arzt oder Apotheker an.

Am besten werden Tabletten, Kapseln und Dragees mit einem großen Glas Leitungswasser eingenommen, Mineralwasser kann zu viele Salze enthalten, was die Aufnahme des Wirkstoffes behindern könnte.

Medikamente sollten nicht mit Milch, Kaffee, Tee, Grapefruitsaft oder Alkohol eingenommen werden.

Manche Mittel sollen gar nicht geschluckt werden, weil die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut in den Körper gelangen. Diese Tabletten sollte man einfach langsam unter der Zunge zergehen lassen.