Soziale Absicherung der pflegenden Personen

Die BKK RWE übernimmt die Beiträge zur Rentenversicherung, wenn mindestens Pflegegrad 2 vorliegt und die Pflegeperson regelmäßig eine Personen mindestens zehn Stunden pro Woche - verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage - pflegt. Die Pflegeperson darf jedoch nicht regelmäßig mehr als 30 Stunden erwerbstätig sein. Dies gilt auch für Pflegepersonen, die regelmäßig mehrere Pflegebedürftige mindestens 10 Stunden pro Woche - verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage - pflegen.

Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad des Pflegebedürftigen und der Art der Leistungen, die der Pflegebedürftige erhält. Ausführliche Informationen zu diesem Thema gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung.

Wenn die pflegerische Tätigkeit mindestens 10 Stunden in der Woche an mindestens zwei Tagen durchgeführt wird, ist die Pflegeperson darüber hinaus unfallversichert. Dies gilt auch für Pflegepersonen, die regelmäßig mehrere Pflegebedürftige versorgen.

Unfallversichert sind Pflegepersonen bei allen Tätigkeiten, die mit der Pflegetätigkeit zu tun haben wie z. B.

  • auf den Fahrten zum Supermarkt, um für ihren Angehörigen einzukaufen.
  • bei der tatsächlichen Grundpflege, wenn sie zum Beispiel Ihren Angehörigen umziehen und dabei ausrutschen.
  • in der Wohnung des Pflegebedürftigen, auch bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie kochen oder putzen.

Der Arzt, der nach einem Unfall hinzugezogen wird, übernimmt die Meldung beim zuständigen Unfallversicherungsträger.
Eine vorherige Anmeldung bei der Unfallkasse ist nicht erforderlich, und Beiträge müssen im Rahmen einer solchen Pflegetätigkeit auch nicht gezahlt werden.

Ab 2017 werden Pflegepersonen in der Arbeitslosenversicherung versichert, wenn sie unmittelbar vor der Pflegetätigkeit versicherungspflichtig beschäftigt waren oder Anspruch auf Arbeitslosengeld hatten: Für Pflegepersonen, die sich um eine pflegebedürftige Person mit mindestens Pflegegrad 2 kümmern, bezahlt die Pflegeversicherung – unabhängig von der Inanspruchnahme einer Pflegezeit nach dem Pflegezeitgesetz – die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für die gesamte Dauer der Pflegetätigkeit. Weitere Voraussetzung ist auch hier, dass die Pflegeperson einen oder mehrere Pflegebedürftige wenigstens zehn Stunden wöchentlich pflegt, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche.

Die Pflegepersonen haben damit Anspruch auf Arbeitslosengeld und Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, falls ein nahtloser Einstieg in eine Beschäftigung nach Ende der Pflegetätigkeit nicht gelingt.