Verhinderungspflege

Ist die Pflegeperson durch Urlaub, Krankheit oder Ähnliches verhindert, übernimmt unsere Pflegekasse für Versicherte in den Pflegegraden 2 bis 5 die Kosten für eine notwendige Ersatzpflege.

Eine Ersatzpflege ist bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr möglich. Unsere Pflegeversicherung übernimmt dafür Kosten bis zu 1.612 Euro. Außerdem können bis zu 50 Prozent des Leistungsbetrags der Kurzzeitpflege (also bis zu 806 Euro) zusätzlich auf die Verhinderungspflege übertragen werden. Damit steht im Rahmen der Verhinderungspflege ein maximaler Leistungsbetrag von 2.418 Euro für eine Dauer von höchstens sechs Wochen je Kalenderjahr zur Verfügung. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird entsprechend auf den Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege angerechnet.

Alternativ kann die Ersatzpflege bei stundenweiser Verhinderung der Pflegeperson (Abwesenheit von weniger als 8 Stunden am Tag) genutzt werden.

Übernehmen nahe Angehörige (nahe Angehörige sind bis zum zweiten Grade mit dem Pflegebedürftigen verwandte oder verschwägerte Angehörige) die Ersatzpflege, sind die Aufwendungen grundsätzlich auf den 1,5-fachen Betrag des Pflegegeldes (Höhe abhängig von ihrem Pflegegrad) beschränkt. Aufwendungen wie Fahrkosten oder Verdienstausfall können  ergänzend bis zum maximalen Leistungsanspruch von insgesamt 1.612 Euro erstattet werden.

Um die Leistung in Anspruch nehmen zu können, muss der Pflegebedürftige vor der erstmaligen Verhinderung seiner Pflegeperson mindestens sechs Monate lang häuslich gepflegt worden sein. Diese Wartezeit ist in der Regel auch dann erfüllt, wenn sich mehrere Personen die Pflege zeitlich geteilt haben.