Was ist Demenz?

Demenz ist ein Oberbegriff für eine Reihe von Erkrankungen, bei denen die Betroffenen nach und nach ihre intellektuellen Fähigkeiten wie Denken, Erinnern und Beurteilen verlieren. Der weitaus größte Teil aller Demenzzustände wird durch Krankheiten des Gehirns hervorgerufen. Diese sogenannten primären Demenzerkrankungen sind bislang nicht heilbar.

Mit einem Anteil von knapp zwei Dritteln ist die Alzheimer-Krankheit die am häufigsten auftretende Demenzerkrankung. Dabei werden Nervenzellen im Gehirn irreversibel zerstört. Davon betroffen ist nicht nur das Gedächtnis, sondern auch Denkvermögen, Auffassungsgabe, Sprache und Lernfähigkeit. Zudem kann die Fähigkeit zur räumlichen und zeitlichen Orientierung verloren gehen.

Menschen mit Demenz können länger selbstständig leben, wenn ihre Krankheit rechtzeitig behandelt wird. Der Schlüssel dazu ist Früherkennung. Hier gilt die Faustregel: "Auch ein bisschen verwirrt kann ein bisschen zu viel sein." Wenn verdächtige Anzeichen anhalten, sollten Betroffene spätesten nach sechs Monaten einen Demenz-Test machen lassen.