Zeitmanagement

Die Pflege eines Angehörigen ist anspruchsvoll – sie kostet sowohl Zeit und Energie als auch sehr viel Kraft. Und weil die Pflege meistens über einen längeren Zeitraum erfolgt, muss man immer wieder für Entlastung und Ausgleich sorgen.

Das nötige Grundwissen und die Anwendung spezieller Pflegehandgriffe erleichtern die tägliche Pflege erheblich, weil sie kräfteschonend sind. Ebenso wichtig ist es, für mentalen Ausgleich zu sorgen.

Dies gilt auch für den Bereich Zeitmanagement: Jeden von uns beschleicht immer mal wieder das Gefühl, dass die Zeit fliegt, vor allem wenn der Alltag vollgepackt ist und man kaum mehr Zeit findet durchzuatmen. Damit Sie Ihr tägliches Arbeitspensum auch schaffen und sich nicht überfordern, ist es ratsam,

  • einen Tagesplan zu erstellen mit möglichst genauen Zeitangaben für die verschiedenen Tätigkeiten. Ordnen Sie diese Tätigkeiten nach ihrer Wichtigkeit. Besonders wichtig ist dabei auch, Puffer einzuplanen, weil gerade bei der Pflege immer mal etwas Unvorhergesehenes passieren kann.
  • Aufgaben auch mal zu delegieren, denn man muss nicht immer alles alleine schaffen.
  • Hilfe anzunehmen, wenn sie angeboten wird, ob von Nachbarn, Verwandten oder auch von ehrenamtlichen Helfern. Informationen über ehrenamtliche Helfer gibt es z. B. bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen unter www.bagfa.de.
  • bei einer Sache zu bleiben. Lassen Sie sich nicht von etwas anderem ablenken, sondern bleiben Sie bei dem, was Sie sich vorgenommen haben – sonst ist jeder Zeitplan hinfällig.
  • auch mal Nein zu sagen, wenn man um etwas gebeten wird, was aber partout in der vorgesehenen Zeit nicht mehr erledigt werden kann.
  • Ordnung zu halten, um unnötiges Suchen nach Dingen zu vermeiden, denn auch das kostet wertvolle Zeit.
  • sich vom Perfektionismus zu verabschieden, denn niemand muss perfekt sein, Fehler sind durchaus erlaubt.
  • Freiräume ganz bewusst zu planen, damit Sie sich zurückziehen und vom Pflegealltag entspannen können.